Wissen: Unterschied zwischen Verschlüsselung und Hash

Der Unterschied zwischen einer Verschlüsselung und einem Hash ist eigentlich recht einfach, sobald man es einmal verstanden hat.

Verschlüsselung

Verschlüsselungen verschleiern mit einem bestimmen Algorithmus Informationen und Dateien , sprich sie werden unleserlich gemacht. Im optimalen Fall ist es unmöglich, die verschlüsselten Dateien wieder zu entschlüsseln, sprich die Informationen wieder leserlich zu machen, wenn man nicht den exakten Algorithmus kennt. Ein guter Algorithmus verarbeitet zusätzlich ein frei festlegbares Passwort, dass in der Verschlüsselungs-Methode mit eingerechnet wird. Mit anderen Worten, für die Entschlüsslung muss man dann nicht nur den Algorithmus kennen, sondern zusätzlich auch noch das exakte Passwort. Die Verschlüsselung dient also dazu, Informationen von fremden Zugriffen zu schützen.

Ein recht einfaches Beispiel für eine Verschlüsselung ist die sogenannte „Caesar“-Verschlüsselung. Bei dieser Verschlüsslung werden alle Buchstaben um genau drei Stellen im Alphabet verschoben. Bei der Entschlüsselung werden die einzelne Buchstaben also um genau 3 Stellen zurückgeschoben.

Einfaches Beispiel: "dev" wird zu "ghy"
Caesar Verschlüsselung: Alle Buchstaben werden um drei Stellen verschoben.

Dies ist ein sehr, sehr altes Verfahren und mindestens genauso unsicher. Der Name geht auf Julius Caesar zurück, da dieser angeblich diese Methode erfunden hat, um verschlüsselte Botschaften per Brief zu verschicken.

 

Hash

Ein Hash hingegen berechnet aus Informationen (Dateien, Werte, Inhalte) mithilfe eines festgelegten Algorithmus einen sogenannten Hash-Wert. Theoretisch kann man diese Berechnung nicht mehr rückgängig machen. Es ist also nicht möglich, nur durch den Hash-Wert wieder an der ursprünglichen Information zu kommen. Dieser Hash-Wert (auf deutsch auch Prüfsumme) ist ein eindeutiger Wert. Es gibt eine sehr, sehr geringe Wahrscheinlichkeit das unterschiedliche Informationen einen gleichen Hash-Wert haben. Diese Wahrscheinlichkeit ist aber so gering, dass man dies an dieser Stelle durchaus vernachlässigen darf.

Einen Hash wird verwendet, falls man einen Wert zwar auf seiner Korrektheit überprüfen möchte, diesen ansonsten aber vor jeglichen Zugriff schützen möchte und absolut niemand diesen Wert in Klartext (sprich: vor den Hash-Vorgang) angezeigt werden muss. Am häufigsten kommt dieser Fall natürlich bei Passwörtern vor. Ein Benutzer gibt also ein beliebiges Passwort ein. Dieses Passwort wird durch einem Algorithmus zu einen Hash-Wert verrechnet. Dieser Hash-Wert wird anschließend gespeichert (z. B. in einer Datenbank). So kann absolut niemand, auch nicht der Betreiber des Angebotes, das Passwort des Benutzers im Klartext lesen. In der Theorie (!) ist das Passwort des Benutzers also auch dann noch sicher, falls jemand an den Hash-Wert kommen sollte.

Dies hängt damit zusammen, dass bei der Anmeldung des Benutzers wieder das Passwort im Klartext eingegeben werden muss. Zur Überprüfung, ob das Passwort denn nun richtig ist oder nicht, wird das Passwort im Klartext wieder mit den aller selben Algorithmus verrechnet. Falls also wieder derselbe Hash-Wert berechnet wird, wie zuvor gespeichert wurde, bedeutet dies, dass das richtige Passwort eingegeben wurde.

Wenn man also den gleichen Wert mit dem gleichen Algorithmus verrechnet, bekommt man immer denselben Hash-Wert. So wie 1 + 1 immer exakt 2 ist.

Beispiele für Hash-Werte unter Nutzung von SHA256:

Wert im Klartext Hash-Wert
123456 8d969eef6ecad3c29a3a629280e686cf0c3f5d5a86aff3ca12020c923adc6c92
useAsavePassword 5943ff949c51d0fbebdbddf671a4132660f0ae0fe6a51331e6aa4f54c582e883
Sonderzeichern!? 642b9ea75534c0c1dbed2e0897535b9f16f566940b3c5075399d495d859bdcba

 

Ein Tutorial für die Verwendung von Verschlüsselungen und Hash-Werten bzw. deren Generierung wird es demnächst geben.

LibreOffice 4.0 ist verfügbar

Seit der letzten Major Version von LibreOffice sind 7 Monate vergangen, bis schließlich heute die neue Version 4.0 veröffentlich wurde. Auch wenn Versionsnummern in letzter Zeit etwas an Aussagekraft verloren haben (Anmerkung: siehe Browser), in diesen Fall ist der Sprung von 3.6 auf 4.0 mehr als berechtigt.

Einer der wohl wichtigsten Neuerung ist die Unterstützung aller Microsoft Visio-Dateiformaten sowie die Unterstützung von Microsoft Publisher Dateien. Auch bei der Unterstützung von Microsoft’s docx Dateiformat wurde weiter geschraubt, so werden nun u. a. Freihandzeichnungen (möglich bei Word für Tablets) korrekt angezeigt und ausgerichtete Tabellen, um denen z. B. ein Text fließt, werden nun ebenfalls richtig importiert.

LibreOffice 4.0 has arrived
LibreOffice 4.0 landed

Richtig spannend wird es bei den Änderungen unter der Haube. Bei praktisch allen Dateiformaten geht das öffnen nun deutlich schneller. Auch der Start von LibreOffice selbst geht flotter. Um die Code Basis zu optimieren, wurde der Support für Windows 2000 eingestellt, dies dürfte jedoch sowieso keinen wirklichen Sinn mehr machen. Weiterhin wurde der Java-Anteil ein weiteres mal reduziert, der Fax- und Brief-Assistent wurde von Java in Python portiert. Python selbst wurde von Version 2.6 auf 3.3 aktualisiert. Aus diesen Grund ist es auch möglich, dass manche Python Extensions nicht mehr funktionieren.

In einen ersten Schnelltest unter Windows 7 können wir an dieser Stelle bestätigen, dass es die versprochene Performance Steigerung tatsächlich gibt. Der Start ist spürbar flotter geworden.

“LibreOffice 4.0 is a milestone in interoperability and an excellent foundation for our continued work to improve the User Interface” Florian Effenberger

Auch wurde der Export von MS Word und Exel Dateien in den Versionen 6.0 und 95 eingestellt. Die Dateien lassen sich jedoch noch selbstverständlich öffnen und in einem neueren Format speichern. Bei allen neueren Word und Exel Datei Versionen (ab 97) funktioniert natürlich alles wie immer.

Neben all diesen Änderungen sind auch noch einige weitere nette Funktionen hinzugekommen. So lässt sich nun das Aussehen verstärkt verändern, dank der Unterstützung von Mozilla Personas. Es lässt sich also ein Hintergrundbild auswählen, welches dann hinter den Menüs angezeigt wird, so wie es von Firefox bekannt ist.

Für Android gibt es nun ein App, womit sich Impress (Präsentationen) fernsteuern lassen. Für größere Präsentationen ist dies sicherlich sehr praktisch. Momentan funktioniert dies jedoch nur mit Linux, später wird es die Fernsteuerung auch für Windows und Mac geben.

Wer noch mehr Details erfahren möchte, sollte einmal in den offiziellen Changelogs nachschauen.

jQuery möchte sich von Altlasten befreien

Wie das jQuery-Team in einem Blog-Post angekündigt hat, möchten sie die jQuery-Bibliothek von Altlasten befreien. Bei diesen Altlasten handelt es sich um extra Code, der nur benötigt wird, um die Funktionen auch in älteren Browsern zum Laufen zu bringen. Insbesondere geht es wieder einmal um den Internet Explorer.

Nach den aktuellen Roadmaps von jQuery, wird die Version 1.9 Anfang 2013 erscheinen. In dieser Version werden einige alten Funktionen entfernt, die bereits mit Version 1.8 als veraltet  (= deprecated) gekennzeichnet wurden. Auf dieser Weise wird sich die Größe der Bibliothek reduzieren, dass letztendlich auch den Ladezeiten zugutekommt.

In den 1.9-Release wird es, wie bisher auch, eine ganz normale Unterstützung von den alten Internet Explorern geben. Unter dem Sammelbegriff  „Alte Internet Explorern“ fallen nach Definierung des jQuery-Teams alle Version < IE9.

Nicht viel später als die Version 1.9, wird dann schließlich auch die Version 2.0 kommen. Diese Version soll dieselben Funktionen wie die Version 1.9 bereitstellen, mit dem Unterschied, dass die Version 2.0 keinerlei Unterstützung mehr für die alten IE-Versionen bereitstellt. Die 1.9.x-Serie soll allerdings noch eine ganz lange Zeit Fehlerbehebungen bekommen, solange bis der Marktanteil der alten IE’s so tief fällt, dass dies schlicht und einfach keinen Sinn mehr macht.

 

Lesen Sie auch: Das Ende vom Internet Explorer 6

 

Diese Doppelgleisigkeit hat gleich mehrere Vorteile. Zum einem, jeder der Support für die alten IE’s benötigt, bekommt diesen, ohne auf neue Funktionen verzichtet zu müssen oder gar sich von jQuery trennen zu müssen. Zum anderen halten die alten IE’s die Weiterentwicklung von jQuery nicht mehr so stark auf. Da man auf diese alten Browser in der 2.x-Serie keine Rücksicht mehr nehmen muss.

Wie bereits erwähnt, verspricht man sich von dieser Altlastbefreiung eine schnellere Weiterentwicklung in der Zukunft, eine schnellere Ladezeit und einen allgemein besseren Code.

Die Entwickler haben auch einen Blick in ferner Zukunft gewagt. So soll Ende 2013 / Anfang 2014 die Version 2.1 der Javascript Bibliothek rauskommen.

Tutorial: Dateien in eine PDF-Datei konvertieren

In diesem Tutorial wird kurz erklärt, wie es möglich ist, ein Dokument bzw. eine beliebige Datei in einem PDF-Dokument zu konvertieren.

 

Microsoft Office, OpenOffice und LibreOffice

Sollten Sie Microsoft Office 2007, OpenOffice 1.1, LibreOffice (ein Fork von OpenOffice) oder eine neuere Version von diesen Office-Suiten verwenden, haben Sie bereits alles, was Sie für die Konvertierung benötigen. In Microsoft Office klicken Sie dazu auf den  Tutorial: Dateien in eine PDF-Datei konvertieren weiterlesen

Berichte und Meinungen über Anwendungen und Techniken